Pilgerfahrt nach Deutschland 27.-29. November 2015

27.November 18:00 Uhr, Abfahrt mit dem Bus ab Schützenmatte Richtung Baden-Baden. Übernachtung im Hotel.

28.November Frühstück. Anschliessend Besichtigung der Russischen Kirche in Baden-Baden. Führung: Russisches Baden-Baden als ein Teil der Christlichen Welt und Europa. Freie Zeit zur Verfügung. Fahrt nach Wiesbaden. Besichtigung der Stadt. Übernachtung in der Nähe von Darmstadt.

29.November Heilige Liturgie in der Kirche Heilige Maria Magdalena in Darmstadt. Führung: Auf der Spur der Heiligen Elizaveta Feodorovna und Besichtigung Schloss Kranichstein und eventuell Schloss Heiligenberg.

Rückfahrt nach Bern um ca. 21.00 Uhr

Die Reisekosten: Fr. 310.- ( im Preis inbegriffen: Frühstück, Reise, Übernachtung im Hotel sowie Ausflüge), Für Kinder 20% Reduktion im Zimmer der Eltern. Man muss mit ca. 20 Euro für die Eintritte der Museen und Schlösser rechnen.


Pilgerfahrt nach St. Maurice

Um 7.15 Uhr begannen wir am Samstag, den 25. Oktober unsere Pilgerfahrt nach St. Maurice zu den Reliquien des Heiligen Maruritius. Das Wetter war bewölkt und eher kühl, es war ziemlich still im Bus, denn die meisten wollten auf der Hinfahrt wohl noch etwas weiter schlafen, wobei sie sich durch das Lesen der Gebete nicht stören liessen und wer dies wünschte, hatte auch diesmal wieder die Gelegenheit zur Beichte.

Bereits um 9 Uhr trafen wir in St. Maurice ein, ein kulturelles Juwel das zwischen den Ufern des Genfersees und alpinen Gipfeln liegt. Durchflossen von der Rhone beherbergt das charmante und charaktervolle Städtchen ein wertvolles kulturelles und religiöses Erbe. Das Tor zum Wallis präsentiert sich dem Pilger als historisches und spirituelles Zentrum.

Die Abtei Saint-Maurice ist ein Kloster der Augustiner-Chorherren. Sie gilt als ältestes Kloster des Abendlandes, das ohne Unterbrechung besteht. Am 22. September 2014 feierte die Abtei ihr 1500-jähriges Bestehen. Ihre Ursprünge gehen auf ein Heiligtum zurück, das über dem Grab des Heiligen Mauritius und seiner Gefährten von der Thebäischen Legion, die zusammen mit ihm gegen Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus das Martyrium erlitten hatten, errichtet wurde.

Der Heilige Theodor, Bischof von Octodurus (Martigny), überführte die Reliquien der Märtyrer um 380 in die grossen Höhlen am Fuss des Felsentors, durch welches die Rhône das Wallis verlässt. Der Heilige Sigismund, Sohn des Burgundenkönigs Gundobad, gründete das Kloster am 22. September 515 und der heilige Abt Ambrosius (516–520) errichtete über dem ursprünglichen Heiligtum eine neue Basilika. Im 9. Jahrhundert wurden die Mönche durch Chorherren ersetzt und 1128 übernahmen sie die Augustinusregel.

Saint-Maurice wurde unter Sigismund zur bedeutendsten Abtei im Königreich Burgund. Die dort praktizierte charakteristische Liturgie des laus perennis, des ewigdauernden Lobgesangs, war für die damalige Zeit für Westeuropa eine Innovation, da sie von Konstantinopel übernommen wurde. Von Saint-Maurice aus verbreitete sich diese Praxis in ganz Westeuropa. Um den ewigdauernden Lobgesang in Gang zu halten war eine grosse Zahl von Mönchen nötig, weshalb Sigismund das Kloster reich ausstattete und zahlreiche Mönche aus dem übrigen Königreich dorthin abordnete. 961 verlegte Kaiser Otto I. die Reliquien des Heiligen Mauritius in den Dom zu Magdeburg, was der Attraktivität der Abtei für Pilger einen schweren Schlag versetzte. 1148 weihte Papst Eugen III. die neue Kirche. Wegen häufiger Felsstürze wurde die Kirche 1627 an den heutigen Standort verlegt, wobei das neu erstellte Schiff von Norden nach Süden, rechtwinklig zur Klosteranlage verläuft. 1693 verwüstete ein Brand zahlreiche Gebäude der Abtei, die Anfang des 18. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurden. 1942 zerstörte ein Felssturz den Kirchturm und die Vorhalle, und nach deren Erneuerung wurde die Kirche 1948 zur Basilica minor erhoben und 1949 geweiht.

Unser Bus kam als erster an und wir standen noch vor geschlossenen Türen und warteten ungeduldig draussen in der Kälte. Bald öffneten sich die Pforten der vor 300 Jahren wieder aufgebauten Basilika. Ob dem Pilger beim Betreten der Abteikirche bewusst ist, dass ihn zweitausend Jahre Geschichte erwarten? Die heutige Basilika ist der achte Kirchbau, der an diesem Platz errichtet wurde – zweitausend Jahre Geschichte, die sich in den Stein, die Inschriften und die Kunstwerke eingeschrieben hat. Der Besucher betritt die Basilika durch das prachtvolle Portal, das der französische Bildhauer Philippe Kaeppelin anlässlich der Wende ins dritte Jahrtausend geschaffen hat. Auf seiner Aussenseite befindet sich eine Darstellung des auferstandenen Christus, der gen Himmel auffährt. Darunter zeigt der Künstler die Soldaten der thebäischen Legion mit dem klassischen Attribut der Märtyrerpalme. Von innen sind die beiden Flügel des Portals wie ein Buch gestaltet: Die Schweizer Künstlerin Madeline Diener hat auf ihnen in 27 Schrifttypen und verschiedenen Sprachen die Namen der 270 Märtyrer von der frühen Kirche bis heute niedergeschrieben. Das Leben des heiligen Mauritius, dem Patron des Klosters, spiegelt sich auch in den ausdruckstarken Kirchenfenstern der acht Kapellen, die verschiedenen Heiligen geweiht sind. Geschaffen hat sie der Schweizer Künstler Edmond Bille. Die Gebeine der Märtyrer der thebäischen Legion liegen in einem Heiligenschrein in der kleinen Sigismund-Kapelle. Im Chor der Kirche ziehen der grosse Hauptaltar von 1727 und das barocke Chorgestühl die Aufmerksamkeit auf sich. Die 2005 erfolgte Renovation der Vierung hat auch den prachtvollen Ambo aus dem 8. Jahrhundert wieder ins rechte Licht gerückt. Im Kreuzgang schliesslich, durch den es sich bei schönem Wetter wunderbar wandeln lässt, ist ein Baptisterium aus dem 4./5. Jahrhundert zu sehen.

Um 10.00 wurde in der Basilika der Abtei von Erzbischof Michail und Bischof Nestor das Stundengebet und die Göttliche Liturgie zelebriert. Um 12.00 fand ein Moleben zu Ehren des Heiligen Mauritius statt. Danach folgte ein Rundgang von der Basilika durch die Katakomben und zu dem neuen Saal mit dem Stiftschatz des Klosters, der die einzigartige Geschichte einer lebendigen, auf wundersame Weise erhalten gebliebenen religiösen Gemeinschaft erzählt, die von einer im christlichen Abendland beispiellosen spirituellen und kulturellen Aktivität zeugt. Unter den Kunstwerken religiöser Goldschmiedekunst, die die Abtei in ihrer langen Geschichte aus den verschiedensten Epochen gesammelt hat, sind einige, die noch heute im liturgischen Gebrauch sind, wie etwa die Reliquiare des heiligen Mauritius und der Kinder des Sigismund, die beide aus dem 12. Jahrhundert stammen.

Nach dem Rundgang holten wir unsere Vorräte für das leibliche Wohl aus dem Bus und bepackt mit Rucksäcken und Plastiktaschen pilgerten wir im Regen zum Esssaal der Klosterschule, wo ein jeder etwas zu einem vielseitigen Picknick beitrug. Beim gemütlichen Zusammensein zwischen Klerikern und Pilgern man konnte Unterhaltungen in Russisch, Deutsch, Französich und Englisch folgen. Danach blieb noch ein wenig Zeit, um zu Fuss das historische Städtchen zu besichtigen, bevor wir pünktlich um 16 Uhr mit dem Bus nach Bern zurückfuhren, vorbei an mit Schnee überzuckerten Bergen und dem Genfersee, der sich uns in einem ganz speziellen Licht präsentierte. Wir kamen bereits um 17.30 in Bern an, wo wir uns alle aufs herzlichste von einander verabschiedeten, diese Pilgerreisen haben es so in sich, dass man am liebsten noch länger zusammensein und sich austauschen möchte, zum Glück treffen wir uns ja schon morgen in der Kirche wieder beim Zelebrieren der nächsten Göttlichen Liturgie oder ganz sicher spätestens in einer Woche anlässlich unserer 70-Jahr-Feier am 1. Und 2. November 2014, ein Fest, auf das wir mit grossem Einsatz und viel Herzblut hingearbeitet haben.

Andreya Morgenegg
25. Oktober 2014


Pilgerfahrt zum Heiligen Mauritius

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Am Samstag, den 25. Oktober 2014 veranstalten die russisch-orthodoxen Gemeinden der Schweiz mit dem Segen von Erzbischof Michael von Genf und Westeuropa eine gemeinsame Pilgerfahrt nach St. Maurice zu den Reliquien des Heiligen Mauritius.

Programm:

    • Ca. 06.55 Abfahrt des Busses von Bern
    • 10.00 Stundengebet und Liturgie in der Basilika der St. Maurice
    • Ca. 12.00 Moleben zu Ehren des Heiligen Mauritius undVerehrung der Reliquien
    • Ca. 13.00 Picknick im Esssaal der KlosterschuleWir bitten alle, Essen und Trinken für das Picknick mitzubringen!
      Gleichzeitig: freiwilliger Besuch der archäologischen Stätten und des Museums
    • 16.00 Abfahrt des Busses nach Bern

Bussfahrt und Besuch des Museums sind kostenpflichtig. Die Anmeldung ist obligatorisch und kann ab dem Fest der Kreuzerhöhung (27.September) erfolgen.

Leben des Heiligen Mauritius

Gemäß der Legende des Eucherius war Mauritius Kommandeur einer Legion, die zur Zeit der römischen
Kaiser Diokletian und Maximian bei Theben in Ägypten aus vorwiegend christlichen Männern ausgehoben worden war. Als Offiziere des Mauritius dienten Candidus und Exuperius. Kaiser Maximian habe die sogenannte Thebäische Legion dann in sein Heer einverleibt, das er gegen die Christen einsetzen wollte. Dabei wird in der Legende die Grausamkeit des Kaisers besonders betont.

Bei der Überquerung der Alpen meuterten die 6600 Männer der Thebäischen Legion bei Agaunum (St. Maurice), da sie nicht gegen die Christen ziehen wollten. Einer anderen Version nach, weigerten sich die Legionäre, das vor jedem Feldzug vorgeschriebene Opfer an die römischen Götter zu vollziehen. Das Ereignis fand je nach Quelle im Jahr 302 oder 303 statt. Maximian gab den Befehl, die Legion zu dezimieren, d. h. jeden zehnten Mann hinzurichten, verbunden mit der Warnung, die Legion vollständig zu vernichten. Darauf wandte sich Mauritius an seine Legion mit dem Aufruf, den Drohungen nicht nachzugeben, dem bei der Taufe geleistetem Schwur treu zu bleiben und dem Beispiel der bereits hingerichteten Kameraden zu folgen. Sein Aufruf fand grossen Anklang in den Herzen seiner tapferen Soldaten, sodass im Namen der Legion ein Brief mit dem folgenden Inhalt verfasst und an den Kaiser übermittelt wurde:

Kaiser, wir sind deine Soldaten, vorerst jedoch stehen wir im Dienste GOTTES. Dir gehört unsere Tapferkeit im Krieg, IHM unser schuldloses Leben. Du gibst uns Sold für unsere Strapazen; ER schenkt uns den Anbeginn des Lebens. Nicht einmal auf kaiserlichen Befehl dürfen wir unseren GOTT und Schöpfer verleugnen, unsern GOTT, der auch Dir GOTT und Schöpfer ist, magst Du es wollen oder nicht.

Für unsere Mitbürger ergriffen wir die Waffen, nicht gegen sie. Um der Treue willen kämpften wir. Wie aber können wir die Treue halten, wenn wir dieselbe Treue unserem GOTT versagen? Vor allem schwuren wir GOTT, dann erst dem Heeresführer. Unserem zweiten Eid darfst Du nicht trauen, so wir den ersten gebrochen.

Du befiehlst uns, Christen aufzuspüren und zu züchtigen. Gut! Fortan brauchst Du keine andern mehr zu suchen. Hier hast Du uns. Vernimm unser Bekenntnis: Wir glauben an GOTT Vater, den Schöpfer aller Dinge, sowie an GOTT Sohn, Jesus Christus. Wir mussten zusehen, wie Kameraden unter Mühen und Gefahren mit dem Schwert getötet wurden und uns von ihrem Blute bespritzen lassen. Wir lobten ihren Mut und gaben ihnen voller Freude das Geleit, denn sie waren würdig befunden, für ihren Herrn und GOTT zu leiden. Uns droht jetzt der gleiche Tod. Dieses Schicksal treibt uns keineswegs zur Auflehnung. Keinerlei Verzweiflung lässt uns zu den Waffen greifen, wo doch die Gefahr zu höchster Tapferkeit reizt. Siehe, wir sind bewaffnet, doch leisten wir nicht den geringsten Widerstand. Lieber wollen wir den Tod erleiden als töten, lieber unschuldig sterben als schuldig leben. Du magst nun gegen uns beschliessen und unternehmen, was Du willst, Feuer, Folter, Schwert: wir sind bereit, es auf uns zu nehmen.

Wir bekennen, dass wir Christen sind; Christen verfolgen wir nie.“

Der Kaiser machte seine Drohung wahr und liess die ganze Legion hinrichten. Ohne Gegenwehr liessen sich Offiziere und Mannschaft als Märtyrer für ihre Religion hinrichten.

Der Märtyrerkult (Fest 22. Sept.) ist seit dem 4. Jh. bekannt und erlangte weite Verbreitung: ca. 2500 Pfarreien in der Schweiz (57), Deutschland, Österreich, Frankreich u. Italien sind dem Hl. Mauritius geweiht. Alle frühen Heiligen der Schweiz sind auf die Thebäische Legion zurückzuführen, so auch die Zürcher Stadtheiligen Felix, Regula und Exuperantius.


Bericht der Pilgerreise nach Aachen, Köln und Luxembourg von Andreya Morgenegg


Orthodoxen Heiligtümer des Gottesdienstes

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Vom 27. Bis 29. Juni 2014 startet die Kirchgemeinde der Heiligen Dreifaltigkeit von Bern zu eine Pilgerfahrt zu den heiligen Stätten in Aachen, Köln und Luxembourg.

Programm:

Am 27. Juni 17:00 Uhr Abfahrt ab Bern mit dem Autobus. Die Fahrt nach Rüsselsheim dauert ca. 5 Stunden, wo wir dann im Hotel übernachten. Nachtessen unabhängig nach eigenen Bedürfnissen.

Am 28. Juni 08:00 Uhr fahren wir nach Köln. Wir besuchen dort die höchste Kathedrale Europas, welche in 630 Jahren erbaut wurde. Sie dient auch als Schrein für die Reliquien der Heiligen Drei Könige aus dem Osten. Exkursion durch die Stadt, zur rechten Hand befindet sich der Heilige Andreas der Erstgenannte.

Um 15:00 Uhr fahren wir weiter nach Aachen. Die Stadt Aachen ist bekannt als Zentrum für einmalige christliche Reliquien bei europäischen Pilgerfahrten. In der Stadt befinden sich heilige Gaben aus Jerusalem und Konstantinopel aus der Zeit von Karl dem Grossen: Das Kleid der Gottesmutter (Im Aussehen wie eine weibliche Tunika), welche die Gottesmutter in der Nacht der Geburt im Stall zu Bethlehem trug; das Wickeltuch von Jesus Christus; die blutbeschmierte Binde mit dem von Jesus Christus; In einer Zeit, wo er viele Entbehrungen erlebte; das Tuch, in welchem der Kopf des heiligen Johannes des Täufers eingewickelt war, – diesen allen Reliquien sagt man die „vier berühmten (grossen) Aachener Heiligtümer“. Nur einmal in sieben Jahren anlässlich der feierlichen Versammlung der Priester zusammen mit dem Archepriester und dem Stadtpräsidenten wird die Schatzkammer geöffnet und die vier berühmten Heiligtümer werden hervorgenommen. Wie gesagt, nur einmal in sieben Jahren findet dies so statt.

In der westeuropäischen christlichen Tradition heisst dieser Akt die „Grosse/hohe Wallfahrt“. In der Schatzkammer der Kathedrale in Aachen werden solche Heiligtümer seit dem zwölften Jahrhundert aufbewahrt, solche, Teile aus der mächtigen Hand des heiligen gerechten Simeons Bogopriimza, aufgenommen in ihren Händen hergebracht von der Gottesmutter aus Jerusalems Kirche Bogomladenza Jesus.

Am Abend fahren wir nach Bitburg (60 km), wo wir übernachten werden. Nachtessen unabhängig nach eigenen Bedürfnissen.

Am 29. Juni fahren wir weiter nach Luxembourg.
Um 10:00 Uhr findet der Gottesdienst in der Kirche des Heiligen Peter und Paul statt. Exkursion durch die Stadt; Mittagessen unabhängig nach eigenen Bedürfnissen. Danach Rückfahrt nach Bern, wir rechnen mit einer Fahrtdauer von ca. 6-7 Stunden. Ankunft in Bern ca. 22:00 Uhr.
Die Pilgerreise kostet 270 CHF und umfasst die komplette Rundfahrt im Bus, zwei Übernachtungen im Hotel auf Basis Zimmer und Frühstück sowie die Exkursionen.

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